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Harz

Der Harz war zu Beginn unserer Zeitrechnung Teil des unwegsamen Hercynia silva, des dunklen bewaldeten Gebirges, an der Grenze des Rö­mischen Reichs, und war Tabu für die damaligen Beherrscher des südlichen Europas. Ob das so geblieben wäre, hätten die Römer von dem Silberreichtum dieses Gebirges Kenntnis gehabt, bleibt dahinge­stellt. Wohl kaum!

Doch hat nicht nur der Bergbau den Namen Harz weltweit bekannt ge­macht. Mythen und Literatur, Naturgeschichte und Technik, Siedlungsgeschichte und Tourismus sind nicht wegzudenken, und spielen auch heute im modernen Leben des 3. Jahrtausends, vor allem für den norddeutschen Raum, eine nicht unwesentliche Rolle.

Dass der Harz auch zu Beginn des dritten Jahrtausends geologisch nicht zur Ruhe kommt - aus wissenschaftlicher Sicht - belegen Ver­öffentlichungen mit Forschungsresultaten der letzten 20 - 30 Jahre, denen zu entnehmen ist, dass die Kenntnisse über Gesteine und die paläozoischen gebirgsbildenden Formationen nur geringfügig ergänzt wurden oder Änderungen erfahren haben.

Hingegen sind bedeutende Fortschritte auf dem Gebiet der Tektonik der jüngeren Entwicklungsgeschichte, d. h. zur Entstehung des Harzes als Gebirge in den letzten 40 - 50 Millionen Jahren, gemacht worden, die nach neuestem Kenntnisstand im engen Zusammenhang mit der Entstehung der Alpen zu sehen sind. Neue Erkenntnisse gibt es auch zur morphologischen Entwicklung, d. h. zur Entstehung der Landformen, wie wir sie heute kennen und zur Eiszeit im Harz und Vorharz, sowie zur Genese der Erzlagerstätten aus Sicht der modernen lagerstättenkundlichen Forschung.

Dr. Alfred K. Schuster
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