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Die Bauersachs'sche Mineraliensammlung

Christian Friedrich Bauersachs war von 1810 bis 1830 Lehrer für Mine­ralogie an der Bergschule in Clausthal. Für seinen Unterricht baute er nach damals modernen, systematischen Gesichtspunkten eine Sammlung auf, die am Ende über 5800 Stufen enthielt. Jede Stufe war detailliert beschrieben und in charakteristischen, grünen Papp­schachteln aufbewahrt.

Aus Kostengründen musste Bauersachs seine Sammlung verkaufen und bot sie der Bergschule an. Doch erst die Androhung, die Sammlung nach London zu veräussern, konnte die Bergschule zum An­kauf bewegen. 1921 wurde die umfangreiche Sammlung über­geben. Bauersachs selber schrieb viele mineralogische Ver­öffentlichungen bis zu seiner Entlassung im Jahre 1831. 1845 ver­starb er in Sömmerda.

Nachdem das lang verschollene Sammlungsverzeichnis wieder­gefunden wurde, zeigte sich die große Bedeutung dieser Sammlung in der damaligen Zeit. Die Sammlung umfasste 75% der damals bekannten und auch heute noch als eigenständig an­erkannten Minerale sowie einige -damals als Minerale angesehene- Sedimente. Die Fundorte liegen vor allem in Europa, doch Stücke aus weiten Teilen der Erde wie Chile, Japan und Siam (Thailand) zeigen die damals vorhandenen internationalen Kontakte.

In den letzten Jahren konnten 37 Stücke identifiziert werden, die der Bauersachs'schen Sammlung zugeordnet werden. Die Stufen zeigen, wie schon das Verzeichnis, den mineralogischen Hintergrund der Sammlung. Es ging Bauersachs darum, die verschiedenen Minerale und ihre vielfältigen Erscheinungsformen für die Lehre zusammen­zutragen. Die Clausthaler Mineraliensammlung zeigt in eben dieser Tradition die Minerale in systematischer und petrologischer Ein­teilung.

Foto und Text von Dr. Antje Gebel

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