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Historischer Bergbau

Bergbau im Harz ist seit mehr als 1000 Jahren, nicht nur urkundlich, be­legt. Von der Natur fast ganz zurückeroberte Zeugen des Berg­baus und zum Teil gut erhaltene Orte von Bergwerken zeigen, dass der Harz schon im Mittelalter ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, vor allem in Nord- und Mitteldeutschland, war. Mehrere der still­gelegten Bergwerke sind heute einem breiten Publikum zugänglich und er­möglichen so einen Blick in die bergbauliche Tradition und die Rolle des Harzer Bergbaus in der Technikgeschichte. Dazu gehören unter anderem die Erfindung des Drahtseils und der Fahrkunst, aber auch die Entwicklung neuer Techniken in der Erzgewinnung, Aufbereitung und Verhüttung. Hinzu kommt die Rolle der Clausthaler Bergschule, die zur Bergakademie und später zur Technischen Universität wurde. Schüler dieser fachorientierten Lehranstalt, angereist von allen Kon­tinenten, haben nach dem Studium ihr erworbenes Wissen schon seit mehr als 200 Jahren in die ganze Welt getragen.

Der Harz gehört zusammen mit den Bergbaugebieten im Sächs­ischen-, Böhmischen-, Slowakischen- und Siebenbürger Erz­gebirge seit Beginn des 16. Jh. zu den wichtigsten Erz- und Metallprodu­zenten Europas, wobei Silber, Kupfer, Blei und Zink die wichtigsten Produkte waren, was erheblich zum wirtschaftlichen und sozialem Auf­schwung nicht nur in Mitteleuropa beigetragen hat.

Obwohl im 20. Jh. der Bergbau zum Erliegen kam, werden weltweit auch heute noch im Harz entwickelte Techniken eingesetzt und Ab­baumethoden angewandt, die hier ihren Ursprung haben. Auf diesem Hintergrund basiert auch der Beitrag Historischer Bergbau dieses GeoMuseums, wobei nicht verschwiegen werden soll, dass Bergbau mit all seinen Nebenzweigen und anderen technischen und natur­kundlichen Studienfächern auch weiterhin an der TU Clausthal in Forschung und Lehre betrieben wird.

Dr. Alfred K. Schuster
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