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Bournonit

Bournonit
Foto © Dr. Alfred K. Schuster
Bournonit

Name:  Bournonit
Größe:  Lange Bildkante 40 mm
Fundort:  Neudorf, Ostharz, Sachsen-Anhalt, D.
Sammlung:  Geosammlung TU Clausthal, Mineralogische Harzsammlung
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Eigenschaften

Chem. Zusammensetzung:  PbCuSbS3
Synonyme:  Rädelerz
Systematik:  II D
Kristallsystem:  Orthorhombisch
Härte:  3
Dichte:  5,7 - 5,9
Farbe:  Stahlgrau bis bleigrau oder eisenschwarz
Glanz:  Metallisch, lackartig
Strich:  Grau

Beschreibung

Wichtiges Blei- und Kupfererz. Pseudotetragonal, dicktafelig. Rädelerze kommen meist in meißel­artigen, randlich begrenzten oder randgekerbten plattigen Formen vor, die zyklische Zwillinge sind. Ähnlich sind grobgeriefte Walzen. Oft derbe Aggregate, körnig oder dicht.

Namensfindung

Ph. Rashleigh beschrieb 1797 erstmals ein Mineral von Endellion, Huel Boys in Cornwall als ore of antimony, das Bournon 1804 als triple sulphures of lead, antimony and copper bestimmt hat. Bournon nannte es Endellionit. Aufgrund der Bestimmung durch Bournon gab Jameson (1805) den Namen Bournonit, der danach in die Literatur eingegangen ist. Koster beschrieb bei Clausthal und Sankt Andreasberg gefundene Formen als Spiess­glanzbleierz. Von anderen Namen, die dem Bournonit noch gegeben wurden, ist nur noch Rädelerz im Gebrauch und zwar für Kristalle, die Zahnrädchen ähnlich sind, und erstmals in dieser Form bei Cavnic (Kapnik), Rumänien und Bräunsdorf, Sachsen gefunden wurden. Rädelerze aus Cornwall wurden wheel ore genannt.

Bekannte Fundorte

Häufig im Harz: Sankt Andreasberg, Clausthal - Zellerfeld, Neudorf, Wolfsberg. Sachsen: Bräunsdorf und Schönborn. Im Siegerland und in Bayern. In Altenberg in Schlesien und bei Pribram in Böhmen. Ebenfalls häufig in Baia Sprie, Cavnic, Baia Mare (Marmarosch), Baia de Aries, Sacarimb (Nagyag) und Hondol (Siebenbürgisches Erzgebirge), Rumänien.

Hüttenberg und Waldenstein in Kärnten und Schwaz in Tirol, Österreich. In Italien in der Toscana und auf Sizilien. In Andalusien bei Almaden (Spanien) und in Frankreich im Massiv Central. Weitere Fundorte in Gross Britannien und Irland, Andenstaaten in Südamerika und in Mexiko. In den USA in Utha, Arizona, Arkansas und Montana und Broken Hill in Aus­tralien.

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