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Dyskrasit

Dyskrasit (Silberspießglanz) mit gediegenem Arsen
Foto © Dr. Alfred K. Schuster
Dyskrasit (Silberspießglanz) mit gediegenem Arsen

Dyskrasit (Silberspießglanz)

Dyskrasit (Silberspießglanz) mit gediegenem Arsen und Calcit

Name:  Dyskrasit (Silberspießglanz) mit gediegenem Arsen
Größe:  Lange Bildkante = 3,5 cm
Fundort:  Sankt Andreasberg, Harz, D.
Sammlung:  Geosammlung TU Clausthal
mehr Info:  ausblenden

Eigenschaften

Chem. Zusammensetzung:  Ag3Sb
Synonyme:  Silberspießglanz
Systematik:  IIaa
Kristallsystem:  Orthorhombisch
Härte:  3,5 - 4
Dichte:  9,4 - 9,8 (rein 9,75)
Farbe:  Silberweiß nach creme, oft grau oder goldbraun angelaufen
Glanz:  Metallisch, auf frischen Bruchflächen
Strich:  Grau

Beschreibung

Allgemeine Eigenschaften: Schöne Kristalle sind selten; dypiramidal - prismatisch, säulig, dick- oder dünntafelig. Pseudohexagonal durch Zwillinge; meist derbe Masse, knollig, körnig oder plattig, seltener Bleche. Oft parallel nach a gestreift. Deutliche Spaltbarkeit nach (001) und (011) und undeutlich nach (110). Pseudohexagonal durch Zwillings­bildungen mit Aspekten einer Drillingsfelderung.

Namensfindung

Romé de l' Isle (1783) erwähnt als zuerst entdecktes Vorkommen Casalla bei Guadalcanal in Spanien, sowie Andreasberg Hercyniae und Wittichen Furstenbergiae, östlich Wohlfach im Schwarzwald das Mineral Mine d'argent blanche antimoniale. Bergmann (1782) nennt es Argentum nativum antimonio adunatum während Selb (1786) und G. A. Werner (1796) Spiesglanz-Silber beschreiben. Bei Hauy (1801) heißt es Argentum antimonial und bei Hausmann (1813) Silberspiesglanz. Antimon-Silber bei Leonhardt (1821) und Silberantimon bei Breithaupt (1823). Beudant (1832) führt den Namen Descrase ein, abgeleitet aus dem griechischen, was so viel wie unedles Metall bedeutet. Frobel (1847) schreibt Discrasites und Dana (1868) Discrasite (engl. Schreibweise).

Bekannte Fundorte

Kommt als Silbermineral auf Silbererzgängen vor. Die bekanntesten Vorkommen waren, wie schon erwähnt, Sankt Andreasberg und Wolfach und Casalla in Spanien. Weitere Fundorte sind Ste. Marie aux Mines (Markirch) in den Vogesen, Frankreich; Hamsarvet, Schweden, Cavnic und das Goldene Viereck in Rumänien, Chanercillo und Carrizzo in Chile, Reese River District in USA, Cobald-District in Ontario, Kanada, Broken Hill, Australien, Kongsberg, Norwegen u.a.

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