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GeoMuseum > Mineralogie > Minerale > Klasse 2 (Sulfide) > Jamesonit

Jamesonit

Jamesonit
Foto © Dr. Alfred K. Schuster
Jamesonit

Name:  Jamesonit
Größe:  Breite der Stufe 17 mm
Fundort:  Grube Silberne Schreibfeder, Clausthal-Zellerfeld, Harz, D.
Sammlung:  Geosammlung TU Clausthal
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Eigenschaften

Chem. Zusammensetzung:  Pb4FeSb6S14
Synonyme:  z. T. Federerz
Systematik:  IId
Kristallsystem:  Monoklin
Härte:  2,5
Dichte:  5,63
Farbe:  Bleigrau, oft bunte Anlauffarben. Sehr dünne Formen braun durchscheinend.
Glanz:  Seidenglanz
Strich:  Grauschwarz

Beschreibung

Langprismatische bis faserige Kristalle, die dichte oder lockere Aggregate bilden. Büsche­lige, radiale oder unregelmäßige Anordnungen sind ebenfalls bekannt. Die Nadeln und Fasern sind leicht biegbar und zerbrechlich. Die bekannte lamellare Ausbildung beruht auf sich wiederholenden Zwilllingen, die parallel zu (100) angeordnet sind. Deutliche Spalt­barkeit nach (001), schlechte nach (010) und (120).

Namensfindung

Bei älteren Mineralogen, auch bei Haüy gehörte es noch zu den Federerzen, während Wallerius es schon antimonialisches Federerz nannte. G. Lehman (1758) erwähnte Zunder­erz (Bergzunder und Lumpenerz) von den Gruben Dorothea und Carolina bei Clausthal. Jameson nannte es 1820 gray antimony, und bei Mohs (1824) heißt es Axotomer Antimon Glanz. Haidinger (1825) gab den Namen Jamesonit.

Bekannte Fundorte

Kommt weltweit häufig vor, doch meist in geringen Mengen. Im Harz: Wolfsberg, Claus­thal-Zellerfeld und Sankt Andreasberg. Goldkronach in Bayern und Freiberg in Sachsen. Pribram in Böhmen und mehreren Gruben im Siebenbürgischen Erzgebirge (Rumänien). Österreich, Italien, Frankreich, England, Spanien, Sibirien und Japan, Anden­staaten, Mexiko, Canada, USA und Australien.

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