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Stephanit

Stephanit (Gestapelte Kristalle)
Foto © Dr. Alfred K. Schuster
Stephanit (Gestapelte Kristalle)

Stephanit (Gestapelte Kristalle)

Stephanit (Gestapelte Kristalle)

Stephanit

Name:  Stephanit (Gestapelte Kristalle)
Größe:  Lange Bildkante 35 mm
Fundort:  Sankt Andreasberg, Harz, D.
Sammlung:  Geosammlung TU Clausthal
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Eigenschaften

Chem. Zusammensetzung:  5 Ag2S . Sb2S3
Systematik:  IId
Kristallsystem:  Monoklin
Härte:  2,5
Dichte:  6,2 - 6,3
Farbe:  Bleigrau bis eisenschwarz, durch Anlauf mattschwarz oder bunt, was selten ist.
Glanz:  Metallisch
Strich:  Schwarz

Beschreibung

Pseudohexagonal, prismatisch, dicktafelig, oft rosetten oder treppenartig gruppiert. Selten derbe Masse. Formenreich: (110); (001); (010); (111); (100); (021). Häufig Zwillinge, die sich vielfach wiederholen oder Aragonitdrillingen ähnlich sind. Muscheliger bis unebener Bruch. Undeutliche Spaltbarkeit nach (010).

Namensfindung

Agricola erwähnt erstmals 1546 ein dunkles Silbermineral und nennt es gediegen schwartz ertz - Argentum rude nigrum. Danach wurden für dieses Mineral eine Vielzahl von Namen ge­prägt, darunter Schwarzgülden, Spröd-Glaserz u. a.. Nach der Abtrennung dieses Minerals vom Polybasit durch G. und H. Rose (1829) führte Haidinger 1845 den Namen Stephanit ein, zu Ehren des mineralogisch interessierten Erzherzog Stephan von Öster­reich. Stephanit gehört zu den wichtigsten Silbererzen und kommt, hydrothermal ge­bildet, neben anderen Silbermineralien auf Silbererzgängen angereichert vor.

Bekannte Fundorte

Im Harz: Sankt Andreasberg, besonders in der Grube Samson und sporadisch auf dem Burg­städter Gangzug in Clausthal. Häufiger im Sächsisch - Böhmischen Erzgebirge, vor allem im Freiberger Revier, sowie in Annaberg, Marienberg und Schneeberg. Wolfach im Schwarzwald. In Joachimsthal und Pribram (Tschechische Republik) und in Kremnitz und Schemnitz im Slowakischen Erzgebirge (Slovakische Republik). Im Siebenbürger Erzgebirge in Zlatna /Zalathna, Baia der Aries (Offenbanya) und in den Revieren um Brad. In Baia Mare, Baia Sprie und Cavnic in der Marmarosch, Rumänien. Am Monte Narba auf Sardinien, von wo schöne Zwillinge bekannt sind. Viele Fundorte in Kastilien und Katalanien (Spanien). Kongsberg in Norwegen; Wheal Boys und Endellion in Cornwall, England sowie in Mexico, Chile, Bolivien, Peru. Bekannte Fundorte auch in Virginia, Nevada, Californien, Colorado (USA), Japan sowie Tasmanien und Australien.

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