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Vivianit

Vivianit
Foto © Dr. Alfred K. Schuster
Vivianit

Name:  Vivianit
Größe:  Länge der Kristalle 11 mm
Fundort:  Trepca, Makedonien
Sammlung:  Geosammlung TU Clausthal, Mineralogische Sammlung
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Eigenschaften

Chem. Zusammensetzung:  Fe3[PO4]2 . 8H2O
Synonyme:  Anglarit, Blauerde, Eisenblau, Eisenglimmer, Eisenphyllit, Glaukosiderit, Mullinit
Systematik:  VI C
Kristallsystem:  Monoklin-prismatisch
Härte:  2
Dichte:  2,6 - 2,7
Farbe:  Frisch: weiß oder farblos. An Luft sehr schnelle Farbveränderung nach blau, hellblau, dunkelblau, blaugrün, grün, schwarz.
Glanz:  Perlmuttglanz, manchmal metallisch angelaufen.
Strich:  Farblos, alle Nuancen von blau, schnell ins indigo übergehend.

Beschreibung

Die Kristalle sind meist tafelig nach (010) und parallel zu c gestreckt. Weitere Formen sind (310), (100), (001) u.a. Gewöhnlich kommt Vivianit in strahlig - faserigen Aggregaten vor oder als erdige Masse. Vollkommene Spaltbarkeit nach (010). Dünne Plättchen sind durch­scheinend und biegsam. Vivianit bildet sich durch Einwirken von phosphorsäurehaltigen, wässerigen Lösungen, besonders auf Pyrrhotin, aber auch auf Pyrit, Siderit, Fayalith. Die sekundäre Bildung ist meist oberflächennah. Bekannt wurde Vivianit aus Pegmatiten, in denen er häufig vorkommt, sowie aus postvulkanisch gebildeten Gängen oder Impregnationen. Als erdige Masse in Torfmooren und als kugelige Konkretionen in Ton­steinen. Nicht selten auf organischen Resten, z. B. Guano, aber auch auf Holz und in Hohl­räumen von fossilen Knochen.

Namensfindung

Erstmals wurde Vivianit von J. G. Vivian, einem englischen Mineralogen, in Cornwall ge­funden. Ihm zu Ehren wurde das Mineral von G. A. Werner (1817) benannt.

Bekannte Fundorte

Deutschland: Amberg-Auerbach, Bodenmais, Hagendorf, Bayern und der Wetterau, Hessen. England: St. Agnes, Leadville, in Cornwall. Litoice, Klonb, Rovecin, Valdic und Marienbad in Böhmen; Rosia Montana, Zlatna, Herja, Rodna Veche (O'Radna), Rumänien. Kerch, Taman, Russland. Commentry (Allier), Cransac (Aveyron), Frankreich. Llallagua, Tasna, Tatasi, Bolivien. Ashio-Mine, (Shimotsuke), Japan. Wannon River, Australien. Allentown, Shrewsbury, Monmouth County, Mullica Hill, Gloucester County in New Jersey, Plant City in Florida, Camptonville, Yuba County in Californien, USA. In Knochen wurde Vivianit in Clausthal, im Kalkental bei Stuttgart u. a. Orten gefunden.

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